• DIY | Eine Hautpflege für kalte Tage

    DIY | Eine Hautpflege für kalte Tage

    Gerade in kalten Jahreszeiten klagen viele über eine besonders trockene Haut, die meistens durch die trockene Heizungsluft hervorgerufen wird. Deswegen solltest du deine Haut in den kalten Monaten des Jahres anders pflegen als in den warmen.

    Um deine Haut im Winter optimal zu pflegen, haben Elke und ich – Maike von missdeclare.com – heute ein ziemlich cooles DIY für euch. Wir zeigen euch nämlich wie ihr eine reichhaltige Pflege für eure winterliche Haut herstellt. Auf meinem Blog kannst du übrigens nachlesen, warum es super wichtig für deine Haut ist, dass du im Winter nicht nur auf Feuchtigkeit sondern auch auf Fett setzten solltest. (https://www.missdeclare.com/2017/02/13/trockene-haut/).

    Was ihr alles für eure selbstgemachte Pflege benötigt:

    Bevor es losgeht solltest du alles, was du im Folgenden benutzt und was Kontakt zu deinen Rohstoffen bekommt, mit hochkonzentriertem Alkohol (z.B. Ethanol) reinigen, um Keime zu eliminieren.

    Eure Hautpflege besteht aus einer Fettphase und einer wässrigen Phase.

    In der Fettphase befinden sich bei unserer Hautpflege Bienenwachs, Mandelöl, Jojobaöl, Sheabutter und Tocopherol. Die wässrige Phase besteht aus destilliertem, abgekochtem Wasser und Wirkstoffen, z.B. Retinylpalmitat.

    Um die Hautpflege herzustellen, benötigst du einen Herd, und ein Wasserbad mit zwei hitzebeständigen Glasbehältern – z.B. Marmeladengläser.

    Elke.Works-creme

    Erhitze also nun die Zutaten der jeweiligen Phasen in je einem hitzebeständigen Behälter unter Rühren. Wenn sich in der Fettphase alle Zutaten gelöst haben, gibst du einen Emulgator, z.B. Emulsan oder Lanolin hinzu, denn jetzt werden die Fettphase und die wässrige Phase vereinigt. Und wie die meisten aus dem Chemieunterricht wissen löst sich Fett/Öl nicht in Wasser – hierzu benötigen wir den Emulgator. Auch ein Konservierungsmittel solltest du nun hinzugeben, damit dein Produkt länger haltbar ist.

    Elke.Works-creme

    Lasse die Creme nun unter Rühren abkühlen bis es handwarm ist und fülle es nun in Tiegel um. Nach Belieben kannst du auch ätherische Öle hinzugeben, um deiner Hautpflege einen angenehmen Duft zu verleihen. Denke aber daran, dass alle Duftstoffe theoretisch auch Allergene sein können (https://www.missdeclare.com/2016/09/21/duftstoffe/).

    Und schon ist sie fertig, die erste selbstgemachte Hautpflege.

    Elke.Works-creme

    Aber was bewirken die Inhaltsstoffe?

    Jeder der verwendeten Rohstoffe hat eine bestimmte Wirkung auf eure Haut, weswegen der Rohstoff in der winterlichen Hautpflege super eingesetzt werden kann:

    Sheabutter – Butyrosperum parkii butter – das Fett aus der Frucht des Sheabaums ist eine langkettige Fettsäure, die die Haut geschmeidig macht, sie pflegt und entzündungshemmend wirkt.

    Bienenwachs – Cera Alba – macht die Haut geschmeidig, wirkt filmbildend und emulgierend.

    Jojobaöl – Simmondsia Chinensis Seed Oil – Jojobaöl wird aus den Samen eines Straches gewonnen und zählt zu den flüssigen Wachsen. Die Haut wird vor Wasserverlust geschützt, ohne das das Jojobaöl fettend wirkt.

    Mandelöl: Ist ein tolles Öl für empfindliche und trockene Haut – also auch für unsere Winterhaut

    Tocopherol: Ein Vitamin E Derivat, das ein Antioxidant ist. In unserem Produkt verzögert es das Ranzig werden von den Fetten.

    Lanolin/Emulsan: Emulgator, hilft dabei, dass sich die beiden Phasen miteinander mischen lassen.

    Retinylpalmitat: Der Ester des Vitamin A. Retinylpalmitat hilft nicht nur bei unreiner Haut, sondern regt auch das Zellwachstum an und wirkt so der Hautalterung entgegen – ein toller Inhaltsstoff für eine Anti-Aging Wirkung.

    Elke.Works-creme

    Eure

    Verlinkt mit: Sonntagsglück

    Print Friendly, PDF & Email
    Ich freue mich, wenn ihr meinen Artikel teilt:
    Folge:

    3 Kommentare

    1. Mareen
      10. Februar 2019 / 12:40

      Das klingt super interessant! Eine Frage: Ist das Tocopherol ein Alkohol? Ich habe wirklich keine Ahnung von Chemie, bin aber vorsichtig bei allem was auf „ol“ endet, weil meine Haut absolut keinen Alkohol verträgt. Ich nehme schon nur noch Nahrungsergänzungsmittel wie Astaxanthin, um meine Haut zu unterstützen und traue mich kaum noch an Kosmetika, weil überall Alkohol drin ist. Eine selbstgemachte Creme wäre da perfekt. Allerdings nur, wenn kein Alkohol drin ist.

      Vielen Dank für die Anleitung!

      Grüße, Mareen

      • 11. Februar 2019 / 07:24

        Hallo Mareen,

        soviel ich weiss, war in unserer Creme kein Alkohol dabei.
        Ich frage aber Maike und schreibe es Dir dann hier.

        Liebe Grüße
        Elke

      • 11. Februar 2019 / 12:57

        Hallo Mareen,

        Chemisch gesehen ist alles was auf -ol endet aus der Gruppe der Alkohole, so gehört aber beispielsweise auch Glycerin (Glycerol) zu den Alkoholen. Das heißt, dass nicht direkt alle Alkohole zu verurteilen sind, sondern man sie in die pflegenden und reizenden Alkohole unterteilen sollte. Chemisch gesehen ist Tocopherol also ein Alkohol, aber eigentlich versteckt sich hinter dem Namen ein fettlösliche Vitamin, nämlich Vitamin E. In unserer Creme verzögert es das ranzig werden der Fette und ist durch die sehr geringe Konzentration sehr gut verträglich. Natürlich kannst du das Tocopherol auch weglassen.

        Liebe Grüße,
        Maike

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    %d Bloggern gefällt das: